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Säure-Basen-Haushalt

Sie sind antriebsschwach, schnell ermüdet, appetitlos? Oder leiden unter Muskel- und Gelenkbeschwerden und Probleme der Haut? Dies kann eine Übersäuerung ihres Körpers sein. Jedes Organ drückt dies auf eigene Weise aus. Wir fühlen uns matt, leiden häufiger unter Müdigkeit. Auch ohne Belastung kommt es zu Schmerzen in den Gelenken. Der Nacken verspannt sich und die Haut neigt zu Juckreiz oder Unreinheiten. Diese Beschwerden können Anzeichen einer andauernden schleichenden Überbelastung des Organismus mit Säure sein.

Chronische Übersäuerung

Von einer latenten Azidose (chronische Übersäuerung) sind typischerweise Menschen betroffen, deren Puffersysteme durch Erkrankungen der Nieren, Leber, Lunge oder des Darms besonders beansprucht sind. Vor allem Alterskrankheiten wie Gicht, Osteoporose oder Rheuma erhöhen das Übersäuerungsrisiko, aber auch Leistungssportler gehören zu den Risikogruppen.

Limetten, Zitronen, Limettenscheiben, Zitrusfrucht

Wie entsteht eine Übersäuerung?

Im Durchschnitt bestehen nur etwa 20 Prozent unserer Ernährung aus Basenbildnern wie Obst, Gemüse, Salat und Mineralwasser. Viel zu wenig, um die Basenspeicher zu füllen und so ein natürliches Säure-Basen-Gleichgewicht zu schaffen.

Zu wenig körperliche Aktivität führt infolge unzureichender Durchblutung der Muskulatur zu Sauerstoffmangel wodurch zusätzlich Milchsäure gebildet wird.

Eine weitere Ursache für Übersäuerung sind Diäten und Fastenkuren. Hier entstehen beim Fettabbau sogenannte Ketosäuren. Während einer Diät hat man also ein größeres Risiko für eine Übersäuerung.

Ein genauer Blick auf die Ernährung lohnt sich

Um eine chronische Azidose zu erkennen, ist es sehr wichtig, die individuelle Ernährungsweise zu betrachten. Hierbei kann ein Ernährungsprotokoll hilfreich sein. Diese Beurteilung der Ernährung ist die beste Möglichkeit festzustellen, ob man übersäuert ist.

Für gesunde Stoffwechselabläufe braucht der menschliche Organismus beides – Basen und Säuren – aber in einem gesunden, ausgewogenen Verhältnis. Sinnvoll ist es, langfristig die gleiche Säure- wie Basenmenge zu verzehren. Da aber insgesamt die Belastung durch säurebildende Lebensmittel höher ist als der Basengehalt in basischen Lebensmitteln, muss man zum Ausgleich viel mehr Obst und Gemüse essen als Fleisch oder Getreideprodukte.

In einem individuellen Ernährungscoaching helfen wir Ihnen rund um das Thema Säure-Basen-Haushalt weiter.